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13.11.14 11:35

Wuppertal Annual Course 2014 on Loss Prevention and Safety Promotion in the Chemical Process Industries

Vom 3. bis zum 7. November 2014 veranstaltete der Lehrstuhl „Methoden der Sicherheitstechnik/Unfallforschung (kurz: MSU)“ erneut im Auftrag des Auswärtigen Amtes und in bewährter Kooperation mit der in Den Haag ansässigen Organisation für das Verbot chemischer Waffen (engl. Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons, kurz: OPCW) seinen Sicherheitsworkshop für Teilnehmer vom Afrikanischen Kontinent. Die erste Besonderheit der Veranstaltung bestand darin, dass der zwischenzeitlich international wahrgenommene Wuppertaler Workshop bereits zum fünften Mal stattfand und demzufolge sein erstes kleines Jubiläum feiern durfte. Neben den afrikanischen Delegierten reisten in diesem Jahr erstmals weitere Teilnehmer aus Südamerika, Asien und der Karibik für einen zweiten, zeitlich parallel durchgeführten Workshop an.

Die Themen beider Workshops umfassten die großen Risiken in der chemischen Industrie, die Sicherheitsbeurteilung, technische und organisatorische Maßnahmenkonzepte und rechtliche Rahmenbedingungen. Charakteristisch für die Workshops ist eine theoretische und eine praktische Wissensvermittlung. An einer labormaßstäblichen Miniaturchemieanlage studierten die Teilnehmer unter professioneller Anleitung beispielsweise die Ursachen, das Erkennen und das Management von Fehlern in den technischen Anlagen und bei deren Betrieb. Mit der finanziellen Unterstützung des Auswärtigen Amtes und dem Ingenieurwissen am ausführenden Lehrstuhl wurde zu diesem Zweck eine Übungsanlage designed, die fast unbegrenzte Übungsszenarien ermöglicht.

Darüber hinaus unterstützen das in Wuppertal ansässige Unternehmen AXALTA Coating Systems GmbH, die Wuppertaler Feuerwehr, das Wilhelm-Joost-Institut e.V. sowie die INBUREX Consulting GmbH mit ihrem Großversuchsgelände  am Möhnesee und die REMBE GmbH in Brilon die Veranstaltung und deren Zielsetzung. Ziel der Wuppertaler Workshops ist die sicherheitliche Sensibilisierung und Befähigung von Führungskräften aus Industrie, Behörden, Verbänden und Wissenschaft. Mit der dann in Wuppertal erlangten Kompetenz sollen sich die Teilnehmer nach der Rückkehr in ihre Heimatländer fortan als Multiplikatoren für die Einhaltung der Chemiewaffenkonvention (engl. Chemical Weapons Convention, kurz: CWC) engagieren.

Prorektorin für Internationales und Diversität Frau Prof. Dr. Cornelia Gräsel unterstrich drei wichtige Punkte:

·      Das Alleinstellungsmerkmal der Bergischen Universität Wuppertal in Form ihres 40jährigen Sicherheitsingenieurwesens für welches das Rektorat Stolz empfindet.

·      Aus Sicht des Rektorats beeindrucken die für das Auswärtige Amt veranstalteten Workshops durch ihre Fähigkeit, wissenschaftliches Know-how in die internationale Praxis zu transferieren und einen aktiven Beitrag zur Kompetenzbildung zu bewirken.

·      Ganz besonders schätzt die Hochschulleitung den Beitrag der Workshops im Kontext des Einsatzes der Wissenschaft für friedensfördernde Maßnahmen im Sinne des neuen nordrhein-westfälischen Hochschulzukunftsgesetzes (HZG NRW). Die Workshops zeigen in mustergültiger Weise, wie die Idee des Paragraph 3 Absatz 6 HZG NRW an der Bergischen Universität Wuppertal umgesetzt wird, betonte Gräsel.

Der eigens zur Aushändigung der Zertifikate angereiste Leiter der Abteilung „Internationale Kooperation“ der OPCW Kumaresh Misra unterstrich, dass die Wuppertaler Sicherheitsworkshops im Verlaufe der letzten Jahre einen tragenden Brückenpfeiler zwischen der OPCW in Den Haag und der Bundesregierung in Berlin geschaffen hätten. Der Wuppertaler Workshop stünde in vorbildlicher Weise für das Engagement der Bundesrepublik Deutschland für die Einhaltung der Chemiewaffenkonvention. Herr Joachim Hecker adressierte für das Auswärtige Amt seinen Dank an die Bergische Universität Wuppertal, Herrn Prof. Dr. Uli Barth als Veranstalter der Workshops mit seinem Projektleiter Herrn Dipl.-Ing. Alexey Leksin und deren überwiegend aus Studierenden zusammengesetzten Projekteam. Von besonderer Wichtigkeit für das Auswärtige Amt war, laut Hecker, dass es dem Veranstalter gelang, auch Teilnehmer aus dem Südsudan und Myanmar nach Wuppertal einzuladen und damit die Hoffnung der Bundesregierung zu stärken, dass zwei der fehlenden sechs Staaten in absehbarer Zeit die Konvention ratifizieren würden.